Das Wertpapierdepot

Auch wenn die Investitionsentscheidungen für den Erfolg an der Börse am wichtigsten sind. 
Die Auswahl der Bank ein wichtiges Puzzlestück zur Gesamtrendite. Auf dieser Seite finden Sie Hilfe, um das richtige Wertpapierdepot zu finden.

Beratung - Ja oder Nein?

Bevor Sie sich für einen Depotanbieter entscheiden, müssen Sie für sich klären, ob Sie Beratung in der Geldanlage regelmäßig benötigen. Menschliche Unterstützung gibt es in der Regel nur in der Bankfiliale. Die Berater und Beraterinnen werden bankintern geschult, bekommen Informationsmaterial und können Sie bei dem Aufbau eines Depots unterstützen.

Beratung heißt nicht, dass Sie einen Tipp bekommen, was morgen steigen wird und das dann auch tatsächlich passiert!

Gute Beratung zeichnet sich aus, dass jemand Ihnen hilft Investitionen passend zu Ihrem Einkommen und tragbaren Risiko zu finden. Schlechte Beratung zeichnet sich mit dem Verkauf von bankinternen Produkten aus, die vielleicht noch nicht mal zum Risikoprofil des Kunden passen.

Wertpapierdepot
Wertpapierdepot
Börse

Alternative Direktbank oder Online Broker

Das Depot bei einer Filialbank ist definitiv deutlich teurer als das zu Alternative Direktbank. Doch bei der Direktbank haben Sie selten Beratung, vereinzelt gibt es das per Telefon, doch Sie sollten ein solides Grundwissen besitzen, wenn Sie auf die Beratung eines persönlichen Ansprechpartners verzichten wollen.

Während Direktbanken noch ähnliches Leistungsspektrum wie Filialbanken haben, wenn auch am Telefon, gibt es auch noch sogenannte Online-Broker, die sich voll auf das Wertpapiergeschäft konzentrieren. Diese können insbesondere den Wertpapierhandel besonders günstig durchführen.

Ihre Anlagestrategie

Was haben Sie an den Finanzmärkten vor? Wollen Sie nur ein oder zwei Fonds kaufen. Wollen Sie einen Sparplan aufsetzen. Vielleicht wagen Sie sich an Aktien oder gar an Zertifikate und Optionsscheine? Diese Fragen sind wichtig für um das richtige Wertpapierdepot zu finden. Oft ändert sich die Anlagestrategie im Laufe des Lebens, doch wer ein Depot eröffnet, ist damit nicht für die Ewigkeit gebunden. Ein bestehendes Depot zu umzuziehen ist leichter als ein Wechsel des Bankkontos.

Konservativ ohne Aufwand

Wenn Sie sich Produkte zeigen und erklären lassen wollen und 1-2 Fonds kaufen, reicht ein Depot bei einer Filialbank womöglich aus. Trotzdem kann die meist recht hohe Depotgebühr einiges an Rendite kosten. Ein einmal eingerichteter Sparplan macht nur am Anfang Aufwand. In der Folgezeit ist die Beratung der Filialbank möglicherweise gar nicht nötig. Oft haben Filialbanken Sparpläne gar nicht im Angebot.

Sparplan mit Fonds

Wollen Sie einen Sparplan aufsetzen, der monatlich Fonds kauft und das über Jahrzehnte? Dann muss man auf die Gebühren achten. Es gibt Direktbanken ohne Depot und Sparplangebühren und welche eine Kleinigkeit nehmen, die sich über eine längere Zeit aber summieren.

Aktiver Handel

Wer aktiv handeln möchte, sollte mehr als nur Grundwissen haben. Das kann durch Literatur oder Seminare angeeignet werden. Wer mehr Wissen hat, wird in der Regel nicht bei einer Filialbank sein Depot eröffnen, denn die Ordergebühren sind durchaus 5-mal höher als bei einer Direktbank. Wer auch CFDs ausprobieren möchte, sollte einen Anbieter wählen, der das Produkt mit anbietet.

Die Produktpalette

Wenn Sie nicht nur in Aktien oder Zertifikate investieren wollen, sondern auch in Fonds investieren wollen, kann die Produktpalette ein Auswahlkriterium für das Depot sein. Wenn Sie einen Anbieter mit einem breiten Angebot haben, können Sie häufig auf vergünstigte Konditionen bei ETFs und Investmentfonds zurückgreifen. Exemplarisch sind im Folgenden kategorisiert einige Banken aufgeführt, damit Sie das richtige Wertpapierdepot finden können. 

Börse

Exemplarische Anbieter mit vielen Investmentsfonds

Filialbanken: 

  • Sparkassen (hauptsächlich Deka), Volksbanken (hauptsächlich Union Investment), 
  • Deutsche Bank und Postbank (hauptsächlich DWS), 
  • Commerzbank (verschiedene, viel Allianz Global Investors), Hypovereinsbank (hautsächlich Amundi) 

Die meisten Filialbanken haben auch Online Depots, mit denen auch auf die Fondsvielfalt zugegriffen werden kann.

Exemplarische Anbieter mit mindestens 600 ETF Sparplänen

Direktbanken oder Onlinebroker:

  • Trade Republic, Flatex, Scalable Capital, Ing, Smartbroker, DKB, Comdirect, Consors, 1822 direkt

Bei Filialbanken sind Sparpläne (noch) sehr selten zu finden.

Exemplarische Online Broker (oft auch Neo-Broker genannt)

  • Finanzen.net, Smartbroker, Scalable Capital, justTrade
  • Meist reine Wertpapierdienstleister mit beschränkten Börsenzugängen. 
  • Benötigen ein Referenzkonto bei einer anderen Bank, um die Orders abzurechnen.

Exemplarische Direktbanken mit CFD Angebot

  • comdirect, consorsbank
  • CFDs sind kein Fokusprodukt dieser Banken und werden nicht explizit beworben 
  • Sicherheit, dass Auszahlungen bei dem Produkt problemlos laufen, ist hier am höchsten, da negative Berichte in diesem Bereich, dass Hauptgeschäft dieser Banken gefährden würde
Musterdepot ETF

Beispiel für einen ETF-Sparplan

Der Sparplan deckt mit dem dargestellten ETFs die Welt ähnlich wie der MSCI World ab, jedoch mit nur 50 % US-Risiko und starkem Dividendenfokus und leichtem Schwellenländeranteil. Dazu ist er in gebührenmäßig deutlich günstiger als der MSCI Word.

Dieser Sparplan ist ohne Orderkosten bei Scalable Capital* und Flatex* durchführbar.

Wichtig: Der Mustersparplan stellt keine Anlageempfehlung dar. Er zeigt lediglich wie wichtig die Depotanbieterauswahl sein kann, um seine Investitionsziele zu realisieren.

1822direkt

Tagesgeldrechner zum Parken für Liquidität*

Aktuell sind Tagesgeldkonten in Deutschland sehr rar geworden. Häufig muss ein Girokonto bei der gleichen Bank angelegt werden, welches dann Gebühren kostet. Die GEFA Bank ist eine der wenigen deutschen Anbieter bei denen das noch geht. Dazu muss im Rechner „Deutsche Einlagensicherung“ ausgewählt werden. Es wird immer schwieriger bei großem Vermögen den Negativzins zu umgehen.

Depotrechner

Depotrechner um Orderkosten zu vergleichen