Negativzinsen

Wie vermeide ich Negativzinsen?
Wo gibt es noch Zinsen?

 

Vermeidung von Negativzinsen

 

Wer viel Geld hat, hat zurzeit ein Problem und Schwierigkeiten Negativzinsen zu vermeiden. Bei Geldvermögen von über 100.000 EUR nehmen viele Bank Negativzinsen und die Einlagensicherung ist auch nur begrenzt.

Die einfachste Lösung ist die Eröffnung von mehreren Tagesgeldkonten und die Verteilung des Vermögens. Jedoch ist es nicht mehr so einfach. Selbst die Autobanken (VW, Mercedes, BMW) lassen Neukunden nur noch Konten eröffnen, wenn sie auch ein Girokonto
haben. Doch das kostet eine monatliche Gebühr. Faktisch sind das auch Negativzinsen.

Wer Tagesgeldvergleiche im Internet anstellt, wird schnell auf ausländische Banken verwiesen. Doch das ist riskant. Selbst wenn es Länder mit gleich guter Einlagensicherung wie in Deutschland sind, bleibt das Restrisiko, dass die Banken im Ausland sind. Wenn es irgendein Problem gibt, ist der Gerichtsstand nicht in Deutschland und das wird anstrengend. Einen Anwalt zu finden, der einen würdig
im Ausland vertreten kann ist nicht einfach.

Zwei Lösungen gibt es:

Als Erstes sollte man prüfen, ob seine Hausbank Girokonten anbietet. Als Bestandskunde hat man deutlich bessere Karten, das so etwas noch eröffnet wird.

Zweitens sollte man noch Tagesgeldkonten eröffnen, solange es noch irgendein Anbieter für Neukunden zulässt. Selbst wenn man noch nicht so großes Vermögen hat. Im Vergleich unten gibt es für Deutschland nur doch die GEFA Bank. Dafür muss im Rechner bei Einlagensicherung „Deutsche Einlagensicherung“ ausgewählt werden.

Wo gibt es noch Zinsen?

Auf deutschen Tagegeld- oder Sparkonten gibt es (von Eröffnungsangeboten abgesehen) nichts mehr. Deutsche Staatsanleihen haben eine Negativrendite.

Staatsanleihen

Staatsanleihen in Norwegen oder USA haben positive Renditen, jedoch ein Fremdwährungsrisiko. Die Norwegische Krone oder der US-Dollar sind aber zu Zeit weit von einer Abwertung gegenüber dem EUR entfernt. Möglich ist es aber trotzdem. Wer es in Erwägung zieht, sollte sich mit Anleihen vorher beschäftigen. Eine Möglichkeit wäre mein Buch*, welches neben Aktien, Fonds und Rohstoffen, auch die Grundlagen von Anleihen erklärt. Unabhängig davon brauchen Sie jedoch ein Depot. Bei den Direktbanken und Onlinebrokern lassen sich Anleihen auch günstig erwerben.

P2P Kredite

P2P Kredite sind Kredite, die Anleger an Privatpersonen in kleinen Scheibchen über eine Plattform geben können.

Beispiel: Jemand möchte 2.000 EUR Kredit haben. Dann geht er auf die Plattform, die stückelt die 2.000 EUR in 80 Teilbeträge zu je 25 EUR. Diese kleinen Teilbeträge werden potenziellen Geldgebern angeboten. Es kann theoretisch einer alle 80 Teilbeträge finanzieren, es können aber auch 80 Kreditgeber ein Darlehen vergeben. Letzteres ist üblich, wegen der Risikostreuung.

Wer 1.000 EUR investieren möchte, kann es somit auf 40 (40 x 25 EUR = 1000 EUR) verschiedene Darlehen aufteilen. Die Zinsen liegen teilweise bei 15 Prozent, je nach Bonität des Schuldners. Es werden auch Darlehen ausfallen, vielleicht nicht schon bei der ersten Rate, aber es kann passieren. Die Abwicklung von Ausfällen (Mahnungen, Inkasso usw.) machen die Plattformen, der Anleger muss sich darum nicht kümmern. Trotzdem werden die Ausfälle die Rendite schmälern, deshalb ist es so wichtig zu streuen.

Nachdem ich ein gutes Buch darüber gelesen habe, habe ich vier Anbieter 7 Jahre lang getestet:

Auxmoney, Smava, Lendico aus Deutschland und Bondora aus Estland.

Das Buch verlinke oder erwähne ich hier absichtlich nicht, da es von 2016 ist und damit nicht mehr aktuell.

Meine Erfahrungen:

Auxmoney:

Positiv:

– Ich habe mein investiertes Geld mit einer positiven Rendite (über 6%) wiederbekommen

– Nur 4 % der Kredite sind ausgefallen, weitere 4 % sind noch im Inkassostadium, einen Totalausfall gab es nicht

– Deutscher Anbieter, es wird alles auch über eine deutsche Bank abgewickelt

Negativ:

– Es kann nur automatisch investiert werden. Das war mal anders, man konnte sich manuell sich Kreditprojekte auswählen.

Smava:

Positiv:

– Ich habe mein investiertes Geld mit einer positiven Rendite (über 4%) wiederbekommen

– Es gibt einen Pool der Ausfälle abfedert

– Deutscher Anbieter, es wird alles auch über eine deutsche Bank abgewickelt

Negativ:

– Stückelung von 250 EUR war nötig.

– Bedienung sehr umständlich

Bondora:

Positiv:

– Ich habe mein investiertes Geld mit einer positiven Rendite (über 6%) wiederbekommen

– In 5 EUR Stückelung konnte investiert werden

– Es konnten die Kredite vorzeitig an die Plattform verkauf werden. Ein riesiger Pluspunkt.

Negativ:

– Es gab viele Kreditausfälle, jedoch wurden diese durch die breite Stückelung gut abgefedert

– Bondora hat so viel Werbung für frische Geld gemacht, dass es teilweise nach Schneeballsystem roch, da läuteten meine
Alarmglocken. Ich habe mein Geld deswegen abgezogen.

Lendico:

Die gibt es nicht mehr für Anleger. Ich habe aber auch dort mein Geld mit einer positiven Rendite wiederbekommen.

Fazit:

Aktuell spricht alles für Auxmoney. Von Bondora lieber die Finger weg, den gesunden Menschenverstand sollte mannicht ausschalten. Wenn jemand so aggressiv versucht Geld einzusammeln, sollte man vorsichtig sein.

Auxmoney macht auch Werbung, aber hauptsächlich, um Kreditnehmer zu finden. Das Geschäft ist hart in Zeiten wo selbst Hausbanken günstige Kredite vergeben. Für die Kreditgeberseite ist weniger Werbung nötig, gute Sachen verkaufen sich von allein. Dass Auxmoney mit geringeren Renditeprognosen (5% ) für Anleger wirbt, als dort zu erreichen ist, spricht auch für Seriosität.

Hier Anleger bei auxmoney werden!*

Der Blog stellt keine Anlageempfehlung dar. Er ist ein Erfahrungsbericht des Autors.

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